Wie versprochen, habe ich mich ein wenig in die Musikplattform MusicMakesFriends eingearbeitet, um hier daüber berichten zu können.
Die Plattform hat ungefähr denselben Nutzen, wie last.fm ist aber anders aufgebaut.
Man kann sich eine eigene kleine Profilseite, mit verschiedenen Designs und Angaben zum Musikgeschmack gestalten.
Zusätzlich sieht man, welche Lieder/Künstler man mag und welche nicht. Diese Übersicht wird von Statistiken angefertigt, die aufzeichnen, was man bei MusicMakesFriends hört. Wenn man das Lied, was man gerade hört, mag so klickt man auf den „Ich mag“-Smiley, mag man es nicht, so klickt man auf den „Ich mag das nicht“-Smiley. So gibts neue Daten für die Statistik.
Musik hört man sich in sogenannten Radios an, die von anderen Nutzern veröffentlicht wurden. Man kann für sich selber Playlisten zusammenstellen und die sich dann anhören. Veröffentlicht man eine Playlist, wird sie zum Radio und jeder andere User kann einschalten. Die Titel werden dann in einer zufälligen Reihenfolge abgespielt. Um Abwechslung in den Playlisten bzw. Radios zu haben, muss jede Playlist aus mindestens 20 Titeln bestehen.
Um Playlists herzustellen, muss man selber Titel hochladen. Dies funktioniertwunderbar, indem man die Titel auswählt und einfach auf Hochladen klickt. Angenommen werden eigentlich alle normalen Audioformate wie mp3, wma und ogg, aber auch weniger benutzte Audioformat, wie asf, wav oder m4a. Lediglich die Upload-Geschwindigkeit erscheint mir mit durchschnittlich 16 Kbytes/Sec. etwas langsam.
Für das Hochladen stehen jedem Benutzer 2GB auf dem Server zu, damit ist also genügend Platz für eine gute Auswahl an Lieblingsmusik.
Von Urheberrechten ist weder in den FAQs, noch irgendwo anders etwas zu finden, aber pcwelt.de berichtete am 21.07.2007:
[...]
Das Online-Netzwerk für Musikfreunde arbeite eng mit der Musik-Industrie zusammen, um deren Urheberrechte zu schützen, sagte Chauvat, ehemaliger Chefstratege der RTL-Gruppe und Gründer von MusicMakesFriends. Das Herunterladen und Kopieren von Musikstücken sei nicht vorgesehen.
[...]
Somit dürfte dem Hochladen der Musik eigentlich nichts im Wege stehen (außer der langsamen Upload-Geschwindigkeit
).
Man kann im Übrigen auch Bilder und Videos (wahrscheinlich Musikvideos) hochladen und Diashows erstellen, aber diese Funktionen hab ich noch nicht getestet.
Fazit: An und für sich ist es ein interessanter Dienst, der allerdings in dieser Form nie eine ernstzunehmende Konkurrenz für last.fm werden könnte. Dafür ist der Funktionsumfang zu gering, die Server zu langsam (auch bei der Benutzung der Seite) und das Musikangebot zu klein (bisher, vielleicht ändert das sich großartig, wenn langsam mehr User registriert sind.)
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